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CSU-Ortsverband besucht Glaserei Poczewski – Glaskunst “Made in Zwiesel”

Eine Abordnung der Zwieseler CSU hat am Wochenende die Glaserei Poczewski besucht. Man wolle sich der Anliegen der Klein- und Handwerksbetriebe im Stadtgebiet annehmen, so der Ortsverband. “Wir wollen uns für unsere heimischen Handwerksbetriebe einsetzen”, betonte Stadtrat Andreas Ranzinger.

Beeindruckend war die Vielfältigkeit der heimischen Glaserei, die Inhaberin Sigrid Poczewski dem Ortsverband präsentierte. Sie freue sich über den Besuch und das Interesse an dem traditionellen Glaserhandwerk. Neben den Verkaufsräumen in der Alfons-Maria-Daiminger-Straße betreibe der seit 1948 in Zwiesel ansässige Familienbetrieb eine Werkstatt im Auenweg. Technisches Verglasen fertige der Betrieb individuell nach Kundenwusch. Zur Produktpalette gehören beispielsweise Glasschiebetüren, Sicherheitsverglasungen oder auch Schaufensterreparaturen. „Früher hat man für die Montage einer Schaufensterscheibe mit knapp einer halben Tonne Gewicht zehn Mann benötigt, heute geht es dank Montageroboter deutlich einfacher“, so die Glasermeisterin Sigrid Poczewski zu technischen Veränderungen ihres Berufs. Sicherheitsverglasungen kämen beispielsweise bei Bus- und Bahnwartehäuschen zum Einsatz. Dass das Glaserhandwerk immer noch mit traditioneller Handarbeit einhergehe, erläuterte die Inhaberin anhand des Fensterverkittens, welches bei historischen Gebäuden immer noch wie vor 100 Jahren erforderlich sei.

Beeindruckend war die kleine Vorführung im Glasschneiden, die die Glasermeisterin vorbereitet hatte. Mit Leichtigkeit und Fingerspitzengefühl ritze sie wellenförmige Linien in fünf Millimeter dickes Glas, um es anschließend mühelos in die gewünschte Form zu brechen. Ebenso eindrucksvoll war die aus China importierte Kantenschleifmaschine. „Per Hand benötigt man für die verschiedenen Schleifvorgänge rund 30 Minuten, die Maschine schafft das in nur fünf“, erklärte Senior-Chef Peter Poczewski. Runde oder wellige Scheiben müssten jedoch weiterhin per Hand geschliffen werden. Franz Schober erkundigte sich nach der Ausbildungssituation: „Im Schnitt können wir alle drei Jahre einen Azubi einstellen. Durch den Fachkräftemangel konnten wir jedoch seit vier Jahren keinen Lehrling mehr ausbilden“, antwortete die Glasermeisterin.

Neben der Individualanfertigung verkauft die Glaserei Poczewski auch Fenster und Türen. Für neue Häuser mit sehr guter Dämmung bzw. Niedrig-Energie-Häuser eigne sich besonders eine Dreifachverglasung, für ältere Gebäude reiche die hoch-wärmeisolierende Zweifachverglasung.

Zum Abschluss der Führung zeigte die Glaserfamilie ihr vielseitiges künstlerisches Portfolio. Bereits 1970 hatte Peter Poczewski seinen Meistertitel mit einem Abbild des Zwieseler Ritter in Bleiverglasung erworben. Zusätzlich biete die Glaserei standgestrahlte oder bemalte Bilder an. Verzierte Vasen und Schalen krönen die Produktpalette.

CSU-Ortsvorsitzender Alexander Hannes bedankte sich für die breitgefächerten Einblicke in das Glaserhandwerk: „Derart innovative Handwerksbetriebe werten unsere Region auf und sind Paradebeispiele für unsere tief verwurzelte Glastradition. Für ihre Anliegen haben wir stets ein offenes Ohr”, so der CSU-Chef.

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